Die Gemeinde VIANDEN stellt sich vor

Im Nordosten des Großherzogtum Luxemburgs liegt die Stadt Vianden in einer der schönsten Gegenden Luxemburgs, dem Ösling. Vianden gilt seit jeher als beliebtes Touristenziel.

Der Name « Vianden » ist vom gälischen « vien » abgeleitet, was übersetzt « Fels » bedeutet. Obwohl  Vianden bereits im Jahre 1256 als Stadt anerkannt  worden ist, besitzt Vianden erst seit 1308 dank des Schutzbriefes den rechtlichen Status seiner Stadt.

Die Oranienburg liegt auf einer Anhöhe inmitten der von einer Ringmauer umschlossenen Stadt. Das imposante Schloss stammt aus dem 11. Jahrhundert und war der Sitz der mächtigen Grafen von Vianden.

Die für Vianden charakteristischen engen, mittelalterlichen Gassen führen durch die ganze Stadt entlang einzigartigen, historischen Gebäuden:

  • Die Trinitarierkirche mit ihrem wunderschönen gotischen Kreuzgang aus dem Jahre 1248.
  • Das zentralgelegene Gemeindehaus, welches im Jahre 1679 erbaut wurde.
  • Das Haus Victor Hugo, in dem der im Exil lebende Dichter 1871 wohnte.
  • Die St. Nikolauskirche aus dem dreizehnten Jahrhundert.
  • Das Stadtmuseum, welches die 1000jährige Geschichte Vianden aufzeichnet, ein Bäckereimuseum beherbergt und dem luxemburgischen Nationaldichter Edmond de la Fontaine, genannt Dicks, gedenkt.

Außerdem gilt es noch zahlreiche andere touristische Attraktionen zu besichtigen:

  • Der Sessellift, welcher einen einmaligen Panoramablick über Burg und Stadt bietet.
  • Der Abenteuerpark „Tree Climber“.
  • Die Staumauer mit Unterbecken, Oberbecken und den unterirdischen Anlagen des Pumpspeicherwerks.
  • Das herrlich gelegene, große, offene Schwimmbad mit Blick auf das Schloss.
  • Das Karikatur- und Cartoonmuseum.
  • Eine Vielzahl an Spazier- und Wanderwegen, nebst Fahrrad- und Mountainbikestrecken.

Ein bisschen Geschichte

Das mittelalterliche Städtchen war die Hauptstadt der mächtigen Grafschaft Vianden, die ebenso groß war wie das heutige Großherzogtum Luxemburg. Sie umfasste 136 Dörfer und reichte bis nach Prüm und Bitburg.

Vianden war eine befestigte Stadt, die zu Füßen der Burgruine kauerte, von der sie beherrscht und beschützt wurde. Die Stadt war von einer Ringmauer umgeben, in der man 24 halbkreisförmige Türme und fünf Pforten zählte. Ein viereckiger Wachtturm, der sogenannte „Hockelsturm“ auf einem Felsen zwischen der Burg und der Stadt, diente einem Wachposten als Aussichtsturm und wird heute als Glockenturm benutzt. Die Ringmauer wurde 1679 durch den Marschall de Boufflers zerstört, der ebenfalls die Burgen von Brandenburg, Falkenstein und Stolzemburg schleifen ließ. Um 1850 wurden die beiden letzten Stadtpforten, die obere Pforte und die Brückenpforte, abgetragen, weil sie den Verkehr behinderten.

Wahrend des 15. Jahrhunderts

war Vianden eine blühende Stadt, die 400 Haushalte und 3 000 Einwohner zählte. Es war die dritte Stadt des Landes nach der Einwohnerzahl und verdankte seinen Wohlstand dem Talent seiner Künstler und dem Können seiner Handwerker, die in sieben Zünften zusammengeschlossen waren; in den Zünften der Gerber, der Tuchmacher, der Küfer, der Maurer, der Schneider, der Schlosser und der Goldschmiede. Die Viandener Goldschmiede schufen eine beeindruckende Zahl von weltlichen und religiösen Kunstwerken, die über den ganzen Raum der Ardennen und der Eifel verbreitet sind. Die sieben Zünfte hatten das Recht, eigene Maße zu gebrauchen für Flüssigkeiten, Getreide, Gewichte und Ellenwaren.

Im Jahre 1308 erhielten die Viandener einen Freiheitsbrief und genossen fortan dieselben Freiheiten wie die Trierer Bürger. Die Stadt Vianden wurde von einem Bürgermeister und sieben Schöffen verwaltet, die ebenfalls das Recht sprachen. Vianden hatte ein Hoch-, Mittel- und Grundgericht, einen Gerichtshof der Lehnsmänner und der Adeligen.